Masterarbeit
Weiterbau
Im Jahr 2017 befassten mein Kommilitone Tim Wittwer und ich uns im Rahmen unserer Masterarbeit mit dem damals bereits seit sechs Jahren brachliegenden Schulgebäude in der Putbusser Straße von Pysall, Jensen, Stahrenberg & Partner. Unsere Analyse kam zu dem Ergebnis, dass der Standort als soziokultureller Ort reaktiviert und erweitert werden sollte. Das Ergebnis war ein Konzept, das sowohl den Bestand würdigt als auch die Belange des Umfelds einbezieht und miteinander verknüpft. Trotz großer Eingriffe blieb der Charakter des Gebäudes erhalten; die Ideen aus seiner Entstehungszeit wurden weiterentwickelt. Außerdem wurden exemplarisch Möglichkeiten der energetischen und konstruktiven Sanierung vorgeschlagen. Leider verwahrlost das Gebäude weiterhin. (Stand: Oktober 2023)
Fünf Jahre später hatte der Bezirk den Standort als Schulstandort beschlossen und das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Ein Wellblechzaun wurde um das Schulgebäude errichtet. Eine Ausschreibung der Planung war nach unserem damaligen Kenntnisstand noch nicht erfolgt und eine Sanierung nicht absehbar.
Allen Interessierten stellen wir hier unsere Masterarbeit zur Verfügung: Weiterbau – Nachnutzung des ehemaligen Diesterweggymnasiums
Fünf Jahre später hatte der Bezirk den Standort als Schulstandort beschlossen und das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Ein Wellblechzaun wurde um das Schulgebäude errichtet. Eine Ausschreibung der Planung war nach unserem damaligen Kenntnisstand noch nicht erfolgt und eine Sanierung nicht absehbar.
Inhalt Masterarbeit
Mit dem Ziel der Urbanisierung wurde ein städtebauliches Konzept entwickelt, das sich im Wesentlichen aus zwei Komponenten zusammensetzt: zum einen der Schaffung eines gefassten Platzes, des „Neuen Markts“, und zum anderen der Umformung der ehemals internen Schulstraße zu einer Gasse im Außenraum. Diese beiden Komponenten bilden eine neue Verbindung zwischen Brunnenstraße und der Fußgängerzone der Swinemünder Straße, die zukünftig mit der Erweiterung des Mauerparks besser eingebunden sein wird. Somit entsteht im Brunnenviertel, das zur Zeit der Stadterneuerung dreiseitig von der Mauer umschlossen war, wieder eine grüne Ost-West Verbindung zwischen Prenzlauer-Berg und dem Brunnenviertel selbst. Der Entwurf stellt dabei einen verdichteten Siedepunkt entlang dieser Durchwegung dar und bedient sich mit der Gasse und dem kompakten Platz bewusst städtebaulichen Mitteln welche im scheinbaren Kontrast zur städtebaulichen Idee der Stadterneuerung stehen. Der neue gefasste Stadtraum welcher durch eine Vielzahl an belebenden Nutzungen bespielt wird, ermöglicht die Bedienung zweier scheinbar gegensätzlicher Bedürfnisse. Den Anwohnern bleibt durch die Konzentration und die Introvertiertheit des Entwurfes die gewünschte und gewohnte Ruhe erhalten. Darüber hinaus kann aber auch das Bedürfnis nach Urbanität erfüllt werden. Den Umgang mit dem Bestandsgebäude und den Neubauanteilen beschreiben wir mit der Idee des Weiterbauens. Wir erkennen damit die Eigenständigkeit und die Qualitäten des Gebäudes an und erachten es als zulässig, Anpassungen vorzunehmen, um das Gebäude weiterzuentwickeln und in einen funktionsfähigen Zustand zu überführen. Dies bedeutet, dass Gebäudemerkmale wie die Fassade oder die Volumetrie erhalten bleiben, fortgeführt oder adaptiert werden. Dabei geht es darum, den einstigen Signalcharakter des Gebäudes wieder aufleben zu lassen.Allen Interessierten stellen wir hier unsere Masterarbeit zur Verfügung: Weiterbau – Nachnutzung des ehemaligen Diesterweggymnasiums